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Spätmittelalter (1250 - ca.1500)





Das Spätmittelalter (1250 - ca.1500) kennzeichnet den Umbruch und den kulturellen Ausbruch der europäischen Gesellschaften in die Neuzeit. Trotz der traumatischen Erfahrungen der Pest Mitte des 14. Jh. wird das Trecento (14. Jh.) in Italien in der Kunst und Musik wegweisend, gleichermassen wie in Frankreich die Ars Nova. Bedeutendste Vertreter sind in Italien Jacopo di Bologna und Francesco Landini - in Frankreich Guillaume de Machaut. Seine vierstimmige Messe de Nostre Dame ist ein Meilenstein der mehrstimmigen Musik in Europa. Im deutschen Sprachraum wirkt vor allem Oswald von Wolkenstein in Südtirol, am Grenzbereich zum italienischen Sprachraum und greift mehrstimmige Musik des Trecento und Ars Nova in seinen Kompositionen auf. Er ist damit nicht der "letzte Minnesänger", wie viele gerne behaupten, sondern der Erste, der mehrstimmige, weltliche Musik im deutschen Sprachraum verbreitet. Die Epigonen des Minnesanges sind die sogenannten Meistersänger in den Zünften der Städte, die diese Kunst des Hochmittelalters mit einer stark religiösen Komponente versehen weitertragen, bevor im 16 Jh. das Interesse daran ausstirbt. Mit Erfindung des Notendruckes beginnt in der Musik ein neues Zeitalter, welches sich als Renaissance etabliert.








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