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Hochmittelalter (1100 - 1250)





Das erstarkende Rittertum mit dem Lehnsgedanken führt in der Zeit der Salier und Staufer zu einem europäischen Stand von Rang, der sich auch in der weltlichen Musik ausdrückt. Hierbei sind die Trobadors im Südwesten Frankreichs Wegbereiter, die mit Guillaume d’Aquitaine den ersten Trobador überliefern. Diese Art von Lyrik der „Amour courtois“ setzt sich an den Höfen Frankreichs und später auch in Deutschland als Minnesang durch. Darüber hinaus gibt es noch Sangspruchdichtung ( politisch motiviert ) und Epik, die mit den großen Werken der Artusritterromane (Perceval/Parzival, Yvain/Iwein….) oder dem Nibelungenlied bis heute ein fester Bestandteil des kollektiven Gedächtnis bilden. Die bekanntesten Vertreter sind Walther von der Vogelweide, Reinmar von Zweter, Wolfram von Eschenbach, Hartmann von Aue und Neidhart u.a. Sie sind fast alle in der grossen Heidelberger Liederhandschrift, dem Codex Manesse zu finden (Texte und Bilder sind dabei ohne Musiküberlieferung). Daneben tauchen auch volkstümliche Elemente auf, wie in den Carmina Burana. Spielmännisches mischt sich hier mit religiösen Elementen, was den fließenden Übergang zwischen beiden Sphären zeigt, die voneinander nicht zu trennen sind. So auch in der Spätphase des Minnesangs, als die Jungfrau Maria als Minnedame erkoren wird.








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